Railfreight Summit – Special Edition, 6.4.2022

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Auf dem Railfreight Summit – Special Edition diskutierten Branchenexperten am 6. April in Brüssel und Online über Möglichkeiten und Potentiale des Mittelkorridors über Kasachstan durch den Kaukasus, Aserbaidschan, Georgien und die Türkei nach Europa.

Bis Februar 2022 gingen etwa 90 Prozent der Transporte aus China über den Nordkorridor, die Route von China über Kasachstan oder die Mongolei durch Russland. Aufgrund des Konfliktes zwischen der Ukraine und Russland gewinnt der Mittelkorridor an Bedeutung. Kapazitäten sind jedoch unzureichend vorhanden.

Das Problem des Mittelkorridors: Kunden sind zurückhaltend für ein Produkt, das – im Vergleich zum Nordkorridor – deutlich länger braucht und wesentlich mehr Investitionen abverlangt.

Uwe Leuschner, CEO FELB Group hält zur aktuellen Lage fest: „Multimodale Services und Kreativität sind gefragt. Aber die Entscheidungsträger sitzen hierzu in den kundenorientierten Unternehmen! Dem Schienenverkehr kann nach wie vor eine hohe Bedeutung zugesprochen werden, denn die Argumente der Schiene besitzen noch immer Gültigkeit: „Schneller als Seefracht, Kostengünstiger als Luftfracht und massiv nachhaltiger als andere Transportmodalitäten!“

Der Markt durchlebt definitiv eine herausfordernde Zeit. Was man bei der Veranstaltung jedoch eindeutig spüren konnte, ist der Zusammenhalt der Branche und der unermüdliche Wille, Lösungen zu finden und anzubieten.